Nun ist es amtlich: Der Garantiezinssatz für neue (klassische) Lebens- und Rentenversicherungen im privaten und betrieblichen Bereich wird zum 01.01.2022 auf 0,25% p.a. gesenkt. Dies hat der Gesetzgeber vor kurzem bereits rechtskräftig beschlossen.

Seit geraumer Zeit sinkt der Höchstrechnungszins für den garantierten Teil der Verzinsung in der Lebensversicherung.

Zum Vergleich: Von 1994 bis 1999 lag dieser noch bei 4,00% p.a. .

Versicherer können sich nicht von der Entwicklung auf den Kapitalmärkten abkoppeln. Sie stehen vor der Herausforderung, garantierte Leistungen anzubieten und gleichzeitig noch möglichst hohe zusätzliche (nicht garantierte) Überschüsse zu erwirtschaften. Dies erwartet der Kunde.

Die Kapitalmarktentwicklung der letzten Jahre führt dazu, dass sich die Kosten für die Sicherstellung der Garantien deutlich erhöht haben. Der Gesetzgeber zwingt die Versicherer, entsprechende Sicherheiten vorzuhalten. Die erhöhten Garantiekosten führen widerum dazu, dass weniger Kapital zur Erwirtschaftung zusätzlicher Überschüsse eingesetzt werden kann.

Viele Anbieter haben rechtzeitig reagiert und bieten keine Garantiezinsen für Neuverträge mehr an, mit der Folge, dass die Überschussentwicklung in diesen modernen Anlageformen vielerorts deutlich höher ist, als in den klassischen Garantieprodukten.

Die erneute Garantiezinssenkung wird dazu führen, dass sich das Garantieniveau vieler Produkte auch in der betrieblichen Altersversorgung teilweise schon ab Mitte diesen Jahres reduzieren wird.

Kurzfristiges Handeln kann deshalb noch ein höheres Garantieniveau sichern.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne individuell dazu!

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